Über mich

Mein Weg

Als ich nach dem Abitur von Esslingen (bei Stuttgart)  nach Freiburg i.Br. gegangen bin, um Germanistik und Romanistik zu studieren, habe ich mich erst einmal sehr verloren gefühlt. Die «Rettung» kam ganz unerwartet während eines einjährigen Studienaufenthalts in Clermont-Ferrand/ F. Dort habe ich den zeitgenössischen Tanz und die Improvisation kennengelernt und wusste plötzlich «Hier geht es weiter!»

Zurück in Freiburg haben sich weitere Möglichkeiten aufgetan, mich im Tanz kreativ-künstlerisch auszudrücken und in der Körperarbeit meine emotional-körperliche Wahrnehmung zu verfeinern. Mein Studium habe ich trotzdem abgeschlossen. Aber wer ich bin und was ich wirklich machen will, das wusste ich immer noch nicht. Durch einen «Zufall» bin ich dann bei der 2-jährigen Tanzausbildung beim  «TIP – Schule für Tanz, Improvisation und Performance» in Freiburg gelandet. Im Anschluss daran habe ich nach dem Umzug nach Basel eigene Tanzstücke kreiert, die auf verschiedenen Bühnen in Deutschland (E-Werk Freiburg, Tanzfestival Greifswald u.a.) und der Schweiz (Roxy Birsfelden, Théatre Sévelin 36 Lausanne u.a.) gezeigt wurden. Ich konnte in dieser Zeit viel von meinem kreativen Potential verwirklichen und habe gelernt, Projekte von der Konzeption über die Finanzierung bis zur Aufführung umzusetzen. Gleichzeitig habe ich die Anerkennung zu sehr im Aussen gesucht, so dass etwas in mir unerfüllt geblieben ist. Als ich dann schwanger geworden bin, war die Aussicht, Mutter zu werden, der schönste Grund, um zu sagen: «Ich bin dann mal weg« und im Stillen hinzuzufügen: « - und komme im Fall nicht wieder».

In den darauffolgenden Jahren war ich Mutter und habe an verschiedenen Institutionen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet (Sprachenzentrum Uni Basel, VHSBB, ECAP Basel). Trotz intensiver Gefühle der Überforderung bin ich in dieser Zeit wesentlich mehr bei mir angekommen. In diese Phase gehören auch meine ersten Erfahrungen mit einer erdverbundenen Spiritualität (Visionssuche und Council-Workshops in der Tradition der School of Lost Borders u.a.), bis nach der Geburt meines zweiten Kindes die Frage «Wer bin ich wirklich?» in mir immer lauter wurde. Durch einen «Zufall» bin ich 2013 in einer Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation gelandet. Ich erinnere mich genau, wie ich auf dem Weg nach Hause wusste: «Hier geht es weiter!»

Es folgten Jahre vertiefter Auseinandersetzung mit der GFK in Seminaren und Workshops bei vielen verschiedenen Trainer*innen im In- und Ausland, was 2018 zu meiner Zertifizierung als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation geführt hat. Als für mich völlig unerwartet in einer Freundschaft tiefe Kindheitswunden und Traumata aufgerissen wurden, musste ich feststellen, dass mir die GFK hier nicht wirklich helfen kann. Also habe ich begonnen, mich auf den Weg zu machen: mich selbst in der Tiefe zu verstehen und über unterschiedliche Formen der Schattenarbeit (Ilan Stephani u.a.) kongruenter zu werden. In diese Zeit fällt auch der Tod meines Vaters, den ich bei seinem Sterbeprozess begleitet habe. Es mag verwunderlich klingen, aber ich habe dabei sehr viel Versöhnung mit mir selbst und dem Leben erfahren. Das hat mich liebesfähiger gemacht.

2021 bin ich mit einem Grossteil meiner Arbeit in die Natur. Dieser Prozess ist sehr eng mit dem Impulszentrum Holdenweid verbunden. Dort lebe ich seit 2020, wenn ich nicht bei den Kindern in der Nestwohnung bin, die wir nach der Scheidung behalten haben. Durch Cornelia Huber (die Initiantin der Holdenweid) habe ich die Gesetzmässigkeiten des Lebendigen (= erweiterte Physik) kennengelernt, die ich immer mehr in meine Arbeit integriere. Dadurch übernehme ich in einem viel grösseren Masse als bisher Verantwortung für mich selbst und mein Leben. Und bin viel stärker in meiner Kraft und Freude.

Seit Anfang 2024 wirke ich auch im Team Holdenweid mit und es ist klar: «Hier geht es weiter!»


STATIONEN

  • 1993 - 1998: Studium der Germanistik und Romanistik in Freiburg/ D und Clermont-Ferrand/ F
  • 2001 - 2003: Tanzausbildung am «TIP – Schule für Tanz, Improvisation und Performance» in Freiburg/ D
  • 2003 - 2008: Kreation von Tanzstücken als Choreografin und Tänzerin (Deutschland: E-Werk Freiburg, Tanzfestival Greifswald u.a./ Schweiz: Roxy Birsfelden, Théatre Sévelin 36 Lausanne u.a.)
  • 2008: Geburt meiner Tochter
  • 2010-2012: Seminare und Retreats am Eschwege-Institut (Gesa und Holger Heiten, Cathrin Otto) in der Tradition der School of Lost Borders
  • 2011: Geburt meines Sohnes
  • seit 2013: Gewaltfreie Kommunikation (wichtigste Trainer*innen: Tina Schmitt, Robert Krzisnik, Yoram Mosenzon, Robert Gonzales)
  • seit 2013: Unterrichtsätigkeit Deutsch als Fremdsprache am Sprachenzentrum der Uni Basel
  • 2018: Zertifizierung als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (CNVC)
  • seit 2020: Schattenarbeit (Ilan Stephani u.a.)
  • seit 2020: erweiterte Physik bei Cornelia Huber auf der Holdenweid in Hölstein/BL
  • seit 2024: Mitglied des Kernteams der Holdenweid

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In meinem Blog schreibe ich immer wieder über mich und meine persönlichen Prozesse. Hier kannst du mehr dazu lesen.